Diabetes mellitus

Diabetes mellitus Typ II ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im mittleren und höheren Lebensalter. Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Über 90% davon haben einen Diabetes mellitus Typ II. Zusätzlich rechnet man mit weiteren 2 Millionen nicht diagnostizierten Fällen.

Diabetische Folgeerkrankungen wie Herzerkrankungen, Nierenversagen oder Erblindung sind schwerwiegende Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus. In Deutschland werden jährlich 40.000 Amputationen an den unteren Extremitäten vorgenommen. Über 70% dieser Menschen haben einen Diabetes mellitus. 

Die hohe individuelle und sozioökonomische Belastung durch Diabetes mellitus kann durch Investitionen in die Prävention (Vorsorge) und durch eine verbesserte Behandlung deutlich reduziert werden. Ein strukturiertes Behandlungsprogramm leistet hierzu einen Beitrag, indem es die Versorgung dieser Patienten verbessert.

Folgende Merkmale einer DMP-Behandlung können den Heilungsverlauf von Diabetes mellitus Typ II entscheidend verbessern:

  • qualitätsorientierte und patientenbezogene Betreuung
  • interdisziplinäre, berufs- und sektorenübergreifende Behandlung
  • standardisierte Dokumentation des Behandlungsverlaufs.


Der Hausarzt bzw. in Ausnahmefällen auch der diabetologisch qualifizierte Facharzt des betroffenen Patienten steht als koordinierender Arzt im Mittelpunkt der Betreuung. Dieser

  • vereinbart die konkreten Behandlungsziele mit dem Patienten
  • steuert die notwendigen Behandlungsschritte
  • sichert das reibungslose Zusammenwirken aller Versorgungsebenen
  • garantiert die regelmäßige Dokumentation des Behandlungsverlaufs.